Schullogo Schriftzug Rolandschule Wappen der Stadt Oberhausen
 

Projektwoche
"Steinzeit"


Zurück zum Dachboden



Zur Einstimmung auf unsere Projektwoche „Steinzeit“ fuhren alle Klassen am 05.02.2010 zum Neanderthalmuseum. Vom 08.02. – 11.02.2010 arbeiteten die jahrgangsübergreifenden Gruppen jeden Tag an einem anderen Thema. Den Abschluss der Projektwoche bildete unsere Steinzeit-Karnevalsfeier, für die die Kinder ihre Kostüme aus Säcken gestalteten. Sie beklebten sie mit Leder- und Fellresten.


Inhalt der Bilderserie


Neanderthalmuseum

Am Eingang empfing uns eine lebensgroße Nachbildung eines Neanderthalers.
Die Neanderthaler haben ihren Namen dem gleichnamigen Tal, das nach Herrn Joachim Neander benannt wurde, zu verdanken. Während der Führungen, die jahrgangsweise stattfanden, bekamen die Kinder einen kleinen Einblick in die Steinzeit.

Die lebensgroßen Nachbildungen der Menschen aus unterschiedlichen Zeiten interessierten die Kinder sehr. Sie suchten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den heutigen Menschen.

Die Werkzeuge, Schnitzereien und die Höhlenmalereien gefielen den Kindern gut. Am interessantesten fanden sie das Funkenschlagen mit einem Feuerstein.

Nach der Führung durften sich die Kinder noch als Archäologen betätigen. Sie legten mit kleinen Pinseln ein Skelett frei.


zurück zum Seitenanfang


Wohnen und Ernährung

Eine Station auf der Erkundung des Lebens der Steinzeitmenschen beschäftigte sich mit dem Thema Ernährung und Wohnen.
Von der „Höhle zur Hütte“ hieß es hier. Das Bauen eines Hüttenmodells mit Stöcken und Leder sowie Garn war gar nicht so einfach und erforderte einiges Geschick von den Baumeisterinnen und Baumeistern und vor allem Teamwork.

Dass die Menschen in der Steinzeit das Feuer als hilfreich entdeckt hatten, war uns schon seit dem Museumsbesuch bekannt, doch dass das Entfachen eines kleinen Feuers mit Hilfe eines Feuersteines, eines Markasiten und eines Zunderpilzes, gestaltete sich sehr schwierig für uns Neuzeitmenschen, denn es fehlte uns an Ausdauer und anscheinend auch Kraft und Technik. So hätten wir auf jeden Fall das erlegte Fleisch roh essen müssen.

Auch das Mehlmahlen mit Steinen ist nicht so einfach. Obwohl die Kinder mit großem Eifer und Ausdauer ans Werk gingen, wurden in den vier Projekttagen nur 130 g Mehl gemahlen, viel zu wenig um eine Steinzeitfamilie zu ernähren.

Zu den Stationen des Themas gehörten auch noch das Hören einer Geschichte und das Ausmalen verschiedener Arbeitsblätter sowie das Informieren in Büchern, das man in einem gemütlichen Zelt vornehmen konnte.


zurück zum Seitenanfang


Jäger und Sammler

In der Projektgruppe „Jagen und Sammeln“ konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur theoretisches Wissen zu diesem Thema sammeln, sondern auch vielfältige praktische Erfahrungen machen.
Nachdem die Kinder sich mit steinzeitlichen Jagdmethoden und geeigneten Materialien vertraut gemacht hatten, aus denen die Steinzeitmänner Jagdwaffen herstellten, gingen die Gruppen u.a. auf „Mammutjagd“. Zuvor gesammelte Steine wurden als Wurfgeschosse eingesetzt, um ein Mammut damit zu erlegen. Bis auf vier Meter mussten die Jäger sich dem Tier nähern, um es überhaupt treffen zu können. Hier konnte man dann schnell erkennen, wie gefährlich und mühevoll die Steinzeitjagd gewesen sein musste und warum so mancher Jäger diese mit seinem Leben bezahlte.
Bei den Sammlern erfuhren die Kinder, wie umfangreich das Wissen der Steinzeitmenschen war, was das Sammeln von ess- und anderweitig verwertbaren Pflanzen, Kräutern, Gewürzen usw. betraf. So mancher Steinzeitforscher sah, roch und schmeckte zum ersten Mal Dinge aus der Natur, denen er zuvor noch nicht begegnet war. Andere wiederum erfuhren, dass so manche Gewürze aus dem heimischen Küchenregal schon in der Steinzeit bekannt waren und verwendet wurden und wie diese in gewachsener Pflanzenform aussehen. Ein Walnuss- Sammel- Wettbewerb am Ende brachte dann noch einen besonderen Spaß und rundete diese Projektgruppe ab.


zurück zum Seitenanfang


Höhlenmalerei

Die ersten menschlichen Künstler gab es in der Steinzeit. Vor etwa 30.000 Jahren, zum Ende der Altsteinzeit, begannen sie, Höhlenwände mit Zeichnungen und Malereien zu schmücken. Sie ritzten mit Feuersteinen und malten mit Tierhaarpinseln, Grasbüscheln oder Fingern menschliche Wesen. Aber besonders gern stellten sie Tiere dar, wie zum Beispiel Bisons, Urochsen, Wildpferde, Steinböcke, Rentiere, Hirsche, Mammuts und Wollnashörner. Man nimmt heute an, dass die Steinzeitmenschen an einen Jagdzauber glaubten. Vielleicht hofften sie, durch das Zeichnen der Tiere Macht über diese zu erhalten und sie bei der Jagd leichter erlegen zu können. Für die Menschen waren die Tiere aber nicht nur bloß eine bloße Jagdbeute. Sie verehrten sie und hatten ein freundschaftliches Verhältnis zu ihnen. An Höhlenwänden waren oft auch gemalte Zeichen zu sehen, mit denen die Menschen Botschaften mitteilen wollten.
Die Plastik ist eine weitere künstlerische Darstellungsart. Eine Plastik ist eine geformte Figur. Aus dem Lehm am Boden und an den Wänden wurden mit den Händen und Werkzeugen Figuren geformt, die Fische, Wisente und Pferde darstellen sollten.
Wenn man etwas in ein Material einritzt, nennt man das Gravur. Die Gravur ist eine künstlerische Darstellungsart, die in der Steinzeit nur selten angewandt wurde. Man benötigte nämlich viel Kraft und das richtige Werkzeug. Mit Hilfe eines Feuersteines wurden Gravuren an Höhlenwänden und auf dem Boden ausgeführt. Das häufigste Thema der Gravuren sind Tiere und Zeichen.

Unsere Gruppe setzte sich mit Höhlenmalereien auf Stein, Gravuren auf Gipsplatten, Plastiken aus Ton und Steinzeitschmuck, den sie zum Teil aus Modelliermasse selbst herstellten, auseinander.
An unterschiedlichen Stationen konnten die Kinder durch ihre Kreativität nachempfinden, wie sich die Menschen damals, indem sie Zeichen, Tiere und Handabdrücke an Höhlenwände ritzten und malten, verständigt haben. Sie lernten, welche Tiere die Menschen in der Steinzeit bevorzugt malten und warum.

Aus Ton stellten die Kinder nicht nur Säbelzahntiger oder Wollnashörner und Mammuts dar, sondern sie fertigten auch Schüsseln, kleine Gefäße und Schalen an. Dabei entstanden bemerkenswerte Kunstwerke.

Die vielseitig gestalteten Armbänder und Halsketten aus Muscheln, Federn, Perlen, Korkscheiben und selbst gebastelten Zähnen und Knochenteilen verschönerten unsere jungen Steinzeitmenschen zudem auch noch auf unserer Karnevalsfeier.


zurück zum Seitenanfang


Tiere

Während der Projektwoche beschäftigten sich die Kinder mit den bekanntesten Tieren der Steinzeit. Das Mammut, das Wollnashorn, der Höhlenbär und der Säbelzahntiger standen auf dem Programm.

Zunächst erhielten die Kinder zu den einzelnen Tieren Informationstexte, die wir gemeinsam besprachen. Anschließend suchten sich die Kinder der Klassen 2 – 4 ein Tier aus und erstellten dazu mindestens einen Steckbrief.

Die Erstklässer bekamen ein Arbeitsblatt, auf dem sie die Tiernamen mit den Abbildungen der Tiere verbinden und die Namen schreiben sollten. Danach spielten sie Steinzeittier-Memory und -Domino.

Nach der Pause bastelten alle gemeinsam Fensterbilder. Die Mammuts, die Wollnashörner und die Höhlenbären wurden zum Schluss noch mit Wolle beklebt, damit sie ihren Vorbildern ähnelten.


zurück zum Seitenanfang


Karneval

Den Abschluss unserer Steinzeit-Projektwoche bildete unsere Karnevalsfeier am 12.02.2010. Die meisten Kinder kamen in dem Kostüm, das sie während der Projektwoche aus einem Sack und Fell- und Lederresten gestaltet hatten.

Impressionen


zurück zum Seitenanfang


Das Mammut

Vom 15. – 27. Februar 2010 fand im BERO-ZENTRUM eine Mammut-Ausstellung statt. Die Großmodelle und Fundstücke passten gut zu unserer Projektwoche „Steinzeit“. Leider fand die Ausstellung erst im Anschluss statt. Einige Kinder waren dort, um sich das Mammut anzusehen. Sie waren ganz begeistert. Einen kleinen Eindruck der Ausstellung gewinnt man durch die folgenden Fotos:


zurück zum Seitenanfang


Zurück zum Dachboden